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Die Kopflaus

Die Kopflaus (lat. Pediculus humanus capitis) ist ein etwa 3mm, flügelloses, graues oder hellbraunes Insekt. Die Läuse krabbeln, da sie weder springen noch fliegen können auf der Kopfhaut, bevorzugt in der Schläfen-, Ohren- und Nackengegend herum. Durch einen Biß erhalten sie ihre Nahrung: das Blut. Der Speichel der Kopflaus enthält eine betäubende Substanz, man bemerkt dadurch den Biß nicht. Später macht sich die Bißstelle durch einen Juckreiz bemerkbar.Image

Die weibliche Laus legt etwa 50 – 150 Eier, die als Nissen bezeichnet werden. Die Nissen (ca. 1mm groß) werden mit einem speziellen Sekret, der sich weder durch Wasser noch durch Schweiß lösen lässt, an das Haar geklebt.

Nach etwa 4 bis 14 Tagen schlüpfen aus diesen Nissen die Larven. Diese werden nach 7 bis 10 Tagen selbst geschlechtsreif und legen dann wieder Eier ab.

Wie machen sich Läuse bemerkbar?

Das erstes Symptom für Läuse ist der Juckreiz der Kopfhaut. Bei genauerer Betrachtung sieht man die Bißstelle und die Kopflaus selbst. Auch die Nissen sind mit bloßem Auge oder mit Hilfe einer Lupe erkennbar.

Wo habe ich diese Plagegeister her?

Zuerst: Läuse zu haben ist keine Schande. Lausbefall ist kein Zeichen für mangelnde Hygiene, was viele noch glauben. Wer besonders häufig die Haare wäscht, hat auch besonders saubere Läuse.
Läuse werden von Mensch zu Mensch übertragen. Man bekommt sie durch direktem „Haarkontakt“, aber auch durch Gegenstände die mit Haaren in Berührung gekommen sind. Das sind z. B. Kopfkissen, Mützen, Kämme, Polstermöbel, Handtücher, Nackenstützen usw. Auch Stofftiere der Kinder können diese weitergeben. Kindergärten und Schulen sind ideale Ansteckungsquellen.


Was mache ich bei Läusen?

Man sollte möglichst schnell mit der Behandlung beginnen, also schnell zum Arzt oder in Ihre Apotheke. Weisen Sie uns in der Apotheke bitte auf eine Schwangerschaft oder Stillzeit hin, denn nicht alle Mittel dürfen in diesem Falle angewendet werden. Dies gilt auch bei der Behandlung von Säuglingen. Es gibt verschiedene wirksame Mittel zur Behandlung von Läusen:

* Shampoos zum Waschen
* Lösungen zum Einmassieren
* Sprays zum Einreiben der Haare

Je nach Mittel liegt die Einwirkzeit zwischen 5 – 30 Minuten. Wichtig ist dann das Auskämmen der Haare, da meist nicht alle Nissen abgetötet, bzw. in ihrem Entwicklungszyklus unterbrochen werden. Dazu benötigen Sie einen speziellen Nissenkamm mit engmaschigen Zinken, den Sie bei uns erhalten. Kleiner Tipp: Wenn Sie langes Haar vor dem Auskämmen mit einer Spülung aus einem Teil Essig und zwei Teilen Wasser behandeln, geht das Kämmen leichter.

Wenn man die Behandlung beendet hat, ist es wichtig nach 2 Tagen eine Kontrolle durchzuführen. Kämmen Sie die Haare erneut durch. Finden Sie noch Läuse oder Nissen, muss die Behandlung wiederholt werden. Kontrollieren Sie bis zu 8 Tagen nach der letzten Behandlung regelmäßig die Haare.

Was muss ich noch tun?

Wichtig ist, dass man alle Gegenstände die mit dem Haar in Berührung gekommen sind, reinigt. Waschen Sie die Bettwäsche, Stofftiere, Mützen usw. bei 60°C. Bei dieser Temperatur sterben die Läuse. Alles was nicht bei 60°C gewaschen werden kann, füllen Sie in einen verschlossenen Plastikbeutel und lagern diesen 2 Wochen bei warmer Temperatur. Bei dieser Methode verhungern die Läuse. Auch können Sie die Gegenstände für 2 Tage bei – 20 °C einfrieren. Die Behandlung der Haare und der Gegenstände sollten Sie parallel durchführen, so vermeiden Sie eine erneute Ansteckung. Wichtig ist auch die Kontrolle aller Familienmitglieder. Informieren Sie auch Freunde, Schule, Kindergarten usw., also alle mit denen man Kontakt hatte. So vermeiden Sie eine eventuelle Neuansteckung.

Schämen Sie sich nicht wenn Sie Läuse haben, sondern handeln Sie. Läuse sind keine Schande, sie sind nur mit viel Arbeit verbunden.

 
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